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noa boa - Lieblingsdinge für Lieblinge   

Ökotest; Februar 2012.............................................siehe unten

Frankfurter Rundschau; Oktober 2010.....................siehe unten

Frankfurter Allgemeine Zeitung; August 2010........
.siehe unten

Bundesweite Gründerinnenagentur (BGA); 2010.....siehe unten

Frankfurter Rundschau + Pressemeldung 2009 ................mehr

Alle Artikel und Pressemeldungen von 2007.....................mehr

Artikel zur Ladeneröffnung 2006.......................................mehr

Pressemeldung zur Eröffnung
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Schluss mit der Bescheidenheit
Alltag mit Kind

Ökotest Februar 2012

Kinder und trotzdem Karriere? Diese Kombination ist in Deutschland immer noch Ausnahme. Zwei Mütter erzählen, wie sie es geschafft haben, Kinderbetreuung und beruflichen Aufstieg unter einen Hut zu bekommen.

An einem Sommermorgen im Jahr 2006 erkundet Päivi Budarham mit ihrem knapp einjährigen Sohn Noah einen Spielplatz im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Während der Kleine spielt, wälzt sie Gedanken: Bald endet die Elternzeit, sie soll zurück in ihren Job als PR-Leiterin bei der Finnischen Zentrale für Tourismus. Zu ihrer Arbeit gehören auch regelmäßige Auslandsreisen. Das kann sich die gebürtige Finnin nun gar nicht mehr vorstellen. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich so ein Muttertier sein würde", erzählt sie. Einerseits möchte sie wieder arbeiten, anderseits fällt es ihr schwer, von Noah getrennt zu sein. Da fällt ihr Blick auf ein leerstehendes Geschäft. "Das ist es!", denkt sie, "hier mache ich meinen Laden auf." Eine Idee hat sie schon: Bei einem Besuch in Helsinki war Päivi Budarham auf ein Geschäft mit schicker kleidung für werdende Mütter und kleine Kinder gestoßen. Auch Business-Umstandsmode gehörte dazu, die sie während ihrer Schwangerschaft in Deutschland vergeblich gesucht hatte. Dieses Angebot will die junge Mutter nach Frankfurt holen.
Mit vollem Elan geht sie an die Arbeit:" Ich habe mich nachts hingesetzt und einen Businessplan geschrieben." Obwohl sie von ihrer Idee überzeugt ist, will sie eine Meinung von außen einholen. Die junge Frau wendet sich an die Agentur Jumpp der Frauenbetriebe e.V., eine Beratungsstelle für Existenzgründerinnen. "Ich fand es angenehm, mich von Frauen beraten zu lassen", erzählt Päivi Budarham. Sie überarbeitet den Businessplan und erstellt ein Marketingkonzept. Für Noah engagiert sie ein Au-pair-Mädchen aus Finnland. Dann öffnet "Noaboa - Lieblingsdinge für Lieblinge".
Jumpp gehört zum Netzwerk der Bundesgründerinnenagentur (bga). Leiterin Iris Kronenbitter ist überzeugt:"Selbstständigkeit ist für viele Mütter eine gute Alternative zur Festanstellung. Sie bietet zeitliche Flexibilität und frau kann endlich nach ihren eigenen Vorstellungen arbeiten." Allerdings gingen nur wenige Existenzgründerinnen so selbstbewusst an die Sache heran wie Päivi Budarham - zu Unrecht: "Die meisten Frauen sind sehr gur qualifiziert." Auch müssten sie keine klassischen Unternehmertypen sein, um Erfolg zu haben. "Da werden rein männliche Maßstäbe angelegt. Viel entscheidender ist es, dass sich die Frau für ihre Idee begeistert."
Das ist bei Päivi Budarham der Fall. Sie überzeugt ihren Mann und ihren Vater und erhält von beiden finanzielle Unterstützung. "Es ist ganz wichtig, dass das Umfeld dahintersteht", glaubt sie. Sonst könne Selbstständigkeit mit Kindern kaum funktionieren. denn gemeinsam mit ihrem Mann muss die Geschäftsfrau zeitlich immer wieder jonglieren, um die Kinderbetreuung sicherzustellen.

Herausforderung zweites Kind

Der Sprung in die Selbstständigkeit glückt, das Geschäft floriert. Päivi Budarham ist überzeugt, dass sich auch ein zweites Kind gut mit ihrer Arbeit vereinbaren lässt. 2008 kommt Töchterchen Alina zur Welt. Zu ihrer Entlastung stellt die junge Mutter eine Filialleitering ein, aber die Zusammenarbeit klappt nicht so gut wie erwartet. zwei Wochen nach der Geburt steht sie wieder im Geschäft, das Baby im Tragetuch. Wie den Sohn will sie auch die Tochter stillen. Diese Zeit wird eine "große Herausforderung", doch Päivi Budarham meistert sie. Als die Kinder ihrer ersten Kundinnen aus den angebotenen Kleidergrößen herauswachsen, geht die tatkräftige Geschäftsfrau noch einen Schritt weiter: Sie vergrößert ihr Angebot und zieht um. Aus den kuscheligen 85-Quadratmeter_laden wird ein 550-Quadratmeter-Geschäft. Zudem bieten in einem Gruppenraum freie Dozentinnen Kurse an: von der Geburtsvorbereitung bis zur Stillgruppe. Ein cleverer schachzug, sind die Teilnehmerinnen doch potenzielle Kundinnen. Dass Päivi Budarham ihre Berufstätigkeit so gut mit der Familie vereinbaren kann, liegt sicher auch an ihrer Herkunft. In Finnland ist es selbstverständlich, dass Mütter erwerbstätig sind.
Ganz anders in Deutschland: "Mütter, die intensiv an der eigenen Karriere arbeiten sind rar", sagt Marina Bergmann, die in Konstanz die Beratungsstelle "Frau und Beruf"leitet. "Nur wenige gehen zielbewusst und strategisch vor, streben nach einer Führungsposition und definieren sich selbstverständlich auch über die Berufstätigkeit." Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2008 waren laut Statistischem Bundesamt nur 29 Prozent der Mütter mit einem Kind unter drei Jahren erwerbstätig. Mit Kindergartenkind waren es 59 Prozent, mit einem Kind im Grundschulalter 65 Prozent. Fast drei Viertel aller Mütter arbeiten Teilzeit. Bei den Vätern lag die Erwerbstätigkeit zwischen 83 und 86 Prozent. Teilzeitarbeit war die Ausnahme.

Erfolg mit Bauchgefühl
Mit Babymode ins Finale des Gründerpreises

Frankfurter Rundschau, Wirtschaft 12.010.2010

FRANKFURT – Mut, Freude am eigenen Tun, den Glauben an sich und die eigene Geschäftsidee sollten Existenzgründer mitbringen. Sagt Päivi Budarham, die Ende 2006 binnen acht Wochen ihren Laden für Umstandsmode und Babykleidung eröffnete. „Mein Umsatz hat sich gegenüber 2007 verdreifacht“, sagt Budarham. Einen Teil ihres Gründungsdarlehens hat sie bereits zurückgezahlt.

Wie lautet ihr Erfolgsrezept? „Ich höre auf mein Bauchgefühl“, sagt die in Finnland geborene Budarham, die vor 17 Jahren als Au-pair nach Deutschland kam und sich hier im PR-Bereich etablierte. Sie lernte ihren aus Marokko stammenden Mann kennen, gemeinsam haben sie zwei Kinder.

Ihr Sohn Noah ist gewissermaßen „schuld“ am Schritt in die Selbstständigkeit. Kurz vor Ende ihrer Elternzeit entdeckte sie den leeren Laden in Frankfurt-Sachsenhausen. Das war die Gelegenheit. Die Idee war, Kleidung für Schwangere zu verkaufen, die nicht aussieht wie Kleidung für Schwangere. „Stylish, sexy und superbequem“ sollten die Sachen sein. Solche Kleidung hatte sie bei einem Besuch im heimatlichen Helsinki gesehen, nicht aber in Frankfurt. Also eröffnete Budarham ihren Laden.

Nun ist Noa Boa – das Geschäft hört auf den Kosename ihres Sohnes – nicht der einzige Laden, mit Kleidung für Mütter und deren Nachwuchs. Und nicht der billigste, auch wenn Budarham Wert legt auf bezahlbare Preise. Was unterschiedet nach Ansicht seiner Gründerin ihr Konzept von der Kinderabteilung bei H&M?

Die entspannte Atmosphäre mit Café- und Spielecke nennt Budarham an erster Stelle. Und die zusätzlichen Angebote jenseits des Verkaufens. So wurde ein Kursraum integriert, in dem etwa selbstständig arbeitende Hebammen Babykurse anbieten können. Noa Boa profitiert durch kostenlose Werbung und Kundenbindung. Außerdem setzt Budarham auf personalisierte Kissen und Decken, die im eigenen Nähatelier gefertigt werden sowie auf eine kleine, limitierte Eigenkollektion. Die Modelle dafür entwirft die Gründerin selbst. Die Musterteile werden im Laden genäht, die Kollektionen in Lappland.

Päivi Budarham betreibt seit 2006 den Laden Noa Boa in Frankfurt. Dort verkauft sie Kleidung für Schwangere und Kinder. Beim hessischen Gründerpreis stehen insgesamt neun Gründer in drei Kategorien (mutige Gründung, geschaffene Arbeitsplätze, innovative Geschäftsidee) im Finale. Noa Boa wurde mit zwölf Jobs in der Kategorie Arbeitsplätze nominiert. Die FR stellt die neun Finalisten in einer neuen Serie vor. ust

 

Mit Spielplatz
Noa Boa hat alles für Babys, Kinder und werdende Mütter

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Geschäftsgang 19.08.2010

Besser könnte die Lage nicht sein. An der Hedderichstraße beim Südbahnhof in Sachsenhausen können Mütter auf kurzer Strecke viel erledigen: Windeln im Drogeriemarkt kaufen, Obst und Gemüse im Biosupermarkt, Nasentropfen in dr Apotheke - um dann zuguterletzt bequem mit dem Kinderwagen hineinzurollen in den Laden für die "Lieblingsdinge für Lieblinge": Noa boa.
Eine großzügige Erdgeschossetage (550 Quadratmeter) hat die in Finnland geborene Geschäftsfrau Päivi Budarham Ende 2009 in ein Neubau bezogen und - das war clever - einen "Wohlfühlraum" für Kurse wie First English, Pilates Rückbildung oder Geburtsvorbereitung gleich mit angeschlossen.
Ein Holzfußboden und Tageslicht, das durch Oberlichter fällt, sorgen für eine warme Note. Die Farben Rosa, Pink und Rot geben den Ton an, wie das in Kinderläden nun mal so ist. Alles wirkt kuschelig und positiv. Nur Musik von Amy Winehouse bürstet ein bisschen gegen den Strich. Das Highlight für Kinder ist ein Spielteppich in der Ladenmitte mit Holzhütte und Rutsche. Mütter können sich daneben an Tische setzen und einen Kaffee aus dem Automaten trinken. Früher gab es Noa Boa deutlich kleiner an der Wallstraße mit Baby- und Kinderbekleidung nur bis Größe 104. Im neuen Geschäft gehen Mäntel und Hosen bis Größe 152, im Sortiment sind auch Kindermöbel, Kinderwagen, Spielzeug, Umstandsmode und die beliebten Stillshirts von Belly Button. Bei den Marken achtet Budarham auf Bezahlbarkeit: T-Shirt kosten zwischen neun und 59 Euro. "Eine Diesel-Jeans für 120 Euro gibt es bei uns nicht", sagt die Geschäftsfrau.
"Name.It" ist so ein Label, das schick und preislich moderat ist. 29,29 Euro etwa kostet ein hübsch geschnittenes Kordmäntelchen für Mädchen, das Ringel-T-Shirt mit Spitzenbesatz 16,95 Euro. Bei den Kindermöbeln bietet die Marke Bopita ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. für Schwangere neu im Programm sind Jeans der Marke "Love2Wait" (65,95 Euro), die sich vom Schnitt und von der Waschung her nicht hinter trendigen Jeans verstecken müssen. Auch ein eigenes Label hat Noa Boa im Programm. Viele Artikel gibt es online. Petra Kirchhoff

Noa Boa, Hedderichstraße 47, Frankfurt, geöffnet montags bis freitags 10 bis 19 Uhr, samstags bis 18 Uhr; www.noaboa.de.



Erfolgreiche Unternehmerinnen
Broschüre der bundesweiten Gründerinnenagentur (BGA); August 2010
Päivi Budarham hat sich auf besondere Produkte für Mütter und Kinder spezialisiert
Ich habe nur auf die richtige Idee gewartet


Die finnische PR-Fachfrau Päivi Budarham träumte schon immer von einem eigenen Geschäft. Als sie durch Zufall in Frankfurt einen leeren Laden entdeckte, wusste sie plötzlich genau, was sie dort verkaufen wollte. Sie startete durch und gründete in nur acht Wochen "noa boa, Lieblingsdinge für Lieblinge."

Es war ein schöner Sommermorgen. Päivi Budarham saß auf einer Bank im Park und sah ihrem kleinen Sohn Noah beim Spielen zu. In sechs Wochen ging ihre Elternzeit zu Ende und die Diplom-Betriebswirtin fragte sich voller Panik, wie sie ihre Stelle als PR-Leiterin der Finnischen Zentrale für Tourismus mit ihrem Kind vereinbaren sollte. Zu ihren Aufgaben gehörten zum Beispiel viele Reisen n ihre Heimat, nach Finnland. Da entdeckte sie gegenüber den Laden. er war zu vermieten. "Und da dachte ich mir: Diesen Laden will ich."

"Ich dachte, das ziehe ich jetzt durch."

Päivi Budarham stammt aus Lappland. Seit 1993 lebt sie in Frankfurt. Sie kam nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft als Au-Pair in die Stadt und fasste dann dort auch beruflich in der Tourismusbranche Fuß. "Ich hatte hart für meine Position als PR-Leiterin gearbeitet, aber ich träumte schon immer davon, selbstständig zu sein. Ich komme aus einer Unternehmerfamilie", erzählt die Betriebswirtin. "Eigentlich habe ich nur auf die richtige Idee gewartet."
Und eine Idee spukte ihr schon seit einiger Zeit im Hinterkopf herum. Sie entstand, als sie auf der Suche nach Business-Kleidung für Schwangere war. Sie fand in Helsinki ein Geschäft mit pfiffigen Anzügen und Kostümen für Schwangere und wunderschönen Babysachen.
seit drei Jahren bietet Päivi Budarham nun Lieblingsdinge für Lieblinge und Mütter an: Babykleidung, Umstandsmode, Spielsachen. Das Besondere: alle Produkte sind nicht unbedingt teuer, aber sorgfältig ausgewählt, viele davon personalisiert.

Inzwischen hat Päivi Budarham ihre Ladenfläche von 85qm auf 550qm vergrößert, sie beschäftigt vier Mitarbeiterinnen und hat ihr Leistungsangebot erweitert. Ihre undinen können nun auch Kindermöbel kaufen und Schwangerschaftsvorbereitungskurse besuchen. "Das steigert auch den Warenumsatz. Auf dem Weg zu den Kursen gehen die Frauen durch den Laden und entdecken oft etwas, das sie gerne mitnehmen möchten."
Die Gründung hat Päivi Budarham in gerade mal acht Wochen über die Bühne gebracht. Sie hat sich das Startkapital von 90.000 Euro von ihrem Mann und ihrem Vater geliehen, eine Standortanalyse erstellen lassen, das Geschäft renoviert und eingerichtet, Ware gekauft. "Den Businessplan hatte ich schon in der Schublade, weil ich schon früher mit dem Gedanken spielte, ein Geschäft zu eröffnen. Ich habe als Studentin in einem Bekleidungsgeschäft ausgeholfen und das hat mir sehr gut gefallen."

"Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl und halte mich strikt an mein Budget."

Die Vorbereitung lief reibungslos, bis sie eine Woche vor der Eröffnung in einem anderen Stadtteil ein Geschäft mit gleichem Sortiment und ähnlichem Namen entdeckte. "Ich dachte, egal, das ziehe ich jetzt durch", berichtet Päivi Budarham. "Ich habe nur den Namen geändert. Statt 'Mama und me' heißt das Geschäft nun 'noa boa, Lieblingsdinge für Lieblinge'. Noa boa war der Spitzname meines Sohnes Noah, als er ein Baby war."
Päivi Budarham hat sich etabliert. Aber sie musste auch Lehrgeld bezahlen. Zu Beginn hat sie manchmal zu viel und das falsche Sortiment gekauft. "Jetzt verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl und halte mich strikt an mein Budget."
Ein anderes Problem waren die Mitarbeiterinnen. Nach der Geburt ihrer Tochter leitete sie ihre Boutique von zu Hause, um festzustellen, dass das nicht klappt. "Ich fand keine gute Filialleiterin und daheim hatte ich eigentlich nur spätabends Zeit zum Arbeiten." Jetzt ist sie wieder jeden Tag im Laden. Die Kinder sind in der Krippe und im Kindergarten und werden abwechselnd von ihr oder ihrem Mann abgeholt. "Wir haben sowieso einen Spielplatz für die Kinder der Kundinnen im Laden und ein Sofa in meinem Büro. Das klappt gut." Ohne ihren marokkanischen Mann, sagt sie, wäre das alles jedoch nicht möglich. "Er unterstützt mich rückhaltlos."

Päivi Budarham arbeitet viel: "Unternehmerin zu sein ist eine 24-Stunden-Aufgabe". Aber sie ist glücklich - mit ihrer Familie, ihrem Beruf. Sie ist durch ihr Unternehmen endgültig in Deutschland angekommen, und sie macht das, was sie schon immer machen wollte. "Wenn ich morgens in den Laden komme, schlendere ich durch die Regale und denke: Das ist meins. Ich habe es geschafft."

Kontakt: Päiv Budarham, noa boa Lieblingsdinge für Lieblinge
Hedderichstraße 47, 60594 Frankfurt, www.noaboa.de